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Höhere Löhne und kürzere Arbeitszeit für Eisenbahner Drucken
Donnerstag, den 05. Juli 2012 um 06:09 Uhr

3,4 Prozent - Die Eisenbahner bekommen rückwirkend ab 1. Juli um durchschnittlich 3,4 Prozent mehr Lohn. Darauf einigten sich nach sechs Verhandlungsrunden am Dienstag der Betriebsrat und der ÖBB-Holding-Vorstand unter Christian Kern. Konkret werden die Löhne um 2,4 Prozent angehoben, zusätzlich gibt es einen monatlichen Fixbetrag von 25 Euro brutto. ÖBB-Betriebsratschef Roman Hebenstreit ist mit dem Abschluss zufrieden: "Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen und politischen Umfelds ist uns ein beachtlicher Abschluss gelungen."

   Zusätzlich zum Lohnabschluss handelten die Eisenbahner eine Höherbewertung der Nachtarbeit für Schichtarbeiter aus. Damit werden, so Hebenstreit, längere Erholungsphasen zwischen den einzelnen Schichtfolgen geschaffen. Das sei vor allem für ältere Arbeitnehmer wichtig, wegen der Steigerung des Pensionsantrittsalters blieben die Mitarbeiter länger als bisher im Unternehmen.

   38,5-Stunden-Woche

   ÖBB-intern wurde eine generelle Verkürzung der wöchentlichen Normalarbeitszeit von 40 auf 38,5 Wochenstunden ab 1. Juli 2013 vereinbart. Hebenstreit: "Das entspricht dem Trend in der österreichischen Arbeitswelt, in weit mehr als 50 Prozent der Unternehmen wird bereits unter 40 Wochenstunden gearbeitet."

   Allerdings fehlt für den Arbeitszeit-Deal noch das grüne Licht der Wirtschaftskammer, denn dafür ist eine Änderung des Arbeitszeit-Kollektivvertrags nötig.

Quelle: APA

 

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