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Maier: die ÖBB, ein Rentenschlaraffenland Drucken
Dienstag, den 27. Juli 2010 um 00:00 Uhr

ÖVP-Verkehrssprecher fordert dringende Reform des Dienstrechts. Wien (OTS/ÖVP-PK) - Während das Pensionsantrittsalter für Normalbürger 65 Jahre beträgt, liegt das durchschnittliche Pensionsantrittsalter der Eisenbahner noch immer bei rund 52 Jahren. Eisenbahner, die früher in Pension gehen, bekommen im Schnit t aufgrund von Sonderregelungen um zehn Prozent mehr Pension als jeder normale ASVG-Pensionist. Doch damit nicht genug: Immer wieder tauchen in den Medien Fälle auf, welche die ganzen Missstände noch mehr auf die Spitze treiben. Das sagte heute, Dienstag, ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Dr. Ferdinand Maier und verwies auf einen entsprechenden Bericht im aktuellen "profil". Darin geht es um eine ÖBB-Akademikerin und ÖBB-Betriebsrätin, die mit Mitte 40 in Frühpension ging, Winzerin wurde und eine Abschlagszahlung in der Höhe von 145.000 Euro einklagte.

Die ÖBB-Bedienstete und ihr Ehemann - ehemaliger Betriebsleiter bei den ÖBB - konnten laut "profil" bereits in jungem Alter eine geschätzte Pension von zusammen 12.000 Euro brutto im eigenen Weingarten genießen - und das juristisch wasserdicht, empört sich Maier. "Das ist de facto Verrat am Steuerzahler. Infrastrukturministerin Doris Bures ist aufgefordert, alles zu unternehmen, damit derartige Missstände nicht mehr passieren und diese durch eine Reform des Dienstrechts einfach zu ändern. Mit dem Schönreden von Frau Verkehrsministerin Bures und auch ÖBB-Aufsichtratschef Horst Pöchhacker muss Schluss sein."

Auch sehr paradox an der Causa: Während die Akademikerin noch um einen Job bei der Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Schig) - die sie per Ende 2005 gekündigte hatte und an die ÖBB zurückstellte - kämpfte, ging sie laut "profil" bei den ÖBB in Krankenstand und 2006 in Frühpension.

"Jedes Jahr werden fast sieben Milliarden Euro an Steuergeld in die ÖBB gepumpt - mehr als das Bildungsbudget", zeigte sich Maier verärgert und fordert von Verkehrsministerin Doris Bures und dem neuen Bahn-Chef Christian Kern einen umfassenden Reformplan. "67 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben nicht den Eindruck, dass die zuständige Ministerin Bures bei den Missständen der ÖBB konsequent durchgreift. Die Bahn ist heute ein Milliarden-Grab für Steuergeld. Bevor darüber diskutiert wird, die Steuern zu erhöhen, muss man schauen, wo hier gespart werden kann", so Maier abschließend. (Schluss)

Rückfragehinweis:
   Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
   Tel.: 01/40110/4436
  
http://www.oevpklub.at

Quelle: OTS

 

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