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LKW-Betrug: Gewerkschaft vida fordert Konzessionsentzug bei Schuldnachweis Drucken
Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 14:01 Uhr

Eberl: Gesundheit der Beschäftigten steht am Spiel - seriöse Unternehmen stärken - digitale Kontrollgeräte in LKW manipulationssicherer machen. Wien (OTS/ÖGB) - "Ein strenges Vorgehen bis hin zum Konzessionsentzug beim Nachweis der Schuld", fordert der Bundessekretär der vida-Sektion Verkehr, Georg Eberl, in den von steirischen Polizisten aufgedeckten Manipulationen an EG- und digitalen Kontrollgeräten ("Tachografen") in LKW durch 20 steirische Firmen. "Es darf nicht sein, obwohl in ganz Europa einheitliche Lenk-und Ruhezeiten für Berufskraftfahrer gelten, dass von 'schwarzen Schafen' in der Transportbranche offensichtlich unlauterer Wettbewerb systematisch und im großen Stil betrieben werden kann", kritisierte Eberl am Mittwoch. Es sei besonders beunruhigend, "dass sich diese so genannten 'schwarzen Schafe' in letzter Zeit eines mittlerweile beunruhigenden Populationsanstieges erfreuen", fordert Eberl eine personelle Verstärkung für die Kontrollbehörden sowie weiterhin ein hartes Durchgreifen bei derartigen Vergehen auf den Straßen.

Unternehmen, die sich derartiger Praktiken bedienten und Druck auf ihre Beschäftigten ausüben, bestehende Gesetze zu verletzen, haben weder am österreichischen noch am internationalen Transportmarkt etwas zu suchen, so der Gewerkschafter weiter: "Sie setzen nicht nur die Gesundheit und das Leben ihrer Beschäftigten aufs Spiel sondern gefährden auch alle anderen Verkehrteilnehmer." Zahlreiche Studien haben die gefährliche und tödliche Wirkung des Faktors Übermüdung im Straßenverkehr bereits nachgewiesen, sagte Eberl.

Derartige wettbewerbsverzerrende und unverantwortliche Manipulationen gefährden die Existenz seriös und gesetzeskonform am Markt operierender Unternehmen und somit auch gute Arbeitsplätze, stellte der vida-Bundessektionssekretär weiter fest. "Die 'schwarzen Schafen' in der Transportbranche bringen die gesamte Branche in Verruf und schädigen dadurch auch das Image der Berufskraftfahrer, die im Falle eines Unfalls oft alles selbst ausbaden sollten", betonte Eberl.

Deshalb sei es wichtig, seriöse Unternehmen in der Transportbranche zu stärken, fordert der Gewerkschafter. Das könnte etwa dadurch geschehen, dass die technische Weiterentwicklung der digitalen Kontrollgeräte in den LKW forciert wird, um diese gegen Manipulationen noch sicherer zu machen. Denn grundsätzlich seien diese Geräte "keine schlechte Sache" und hätten seit ihrer Einführung vor wenigen Jahren zu einer besseren Nachvollziehbarkeit der Lenk-und Ruhezeiten geführt", schloss Eberl.

Rückfragehinweis:
   Gewerkschaft vida/Öffentlichkeitsarbeit
   Hansjörg Miethling
   Tel.: 01 53444 79 261
   Mobil: 0664/61 45 733
   Internet:
www.vida.at

Quelle: Gewerkschaft vida

 

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