| ÖBB: Daten-Affäre im Justiz-Visier |
|
| Montag, den 27. September 2010 um 00:00 Uhr |
|
Zeugen-Einvernahmen. Die Staatsanwaltschaft hat zur Klärung der Sachverhalte Insidern zufolge rund 30 Zeugen geladen. Neben Beweismittelunterdrückung geht es um den Vorwurf der "Datenverwendung in Gewinn- oder Schädigungsabsicht durch Verarbeitung von Kranken-und Diagnosedaten von Mitarbeitern". Seitens der Bahn war gestern keine Stellungnahme zu der Sache zu bekommen. Zum Hintergrund: Bei den ÖBB wurden in der Zeit vor Herbst 2009 nicht nur, wie üblich, Krankenstände protokolliert, sondern es wurden teils auch - verbotenerweise - die entsprechenden Diagnosen erfasst. Die Zahl der Krankenstände gilt bei der Bahn traditionell als sehr hoch. Aufklärung. Nach Auffliegen der Affäre wurde die Praxis sofort gestoppt und die Bahn-Führung selbst machte sich an die Aufklärung. Es wurde ein unabhängiger "Datenkommissär" bestellt. Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) forderte das Einschalten der Justiz, der ÖBB-Aufsichtsrat beschloss die Übermittlung einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft. (sea, isa) Staatsanwaltschaft führt u. a. ÖBB-Personalchef Emmerich Bachmayer als Beschuldigten. Quelle: Österreich |


* Die Staatsanwaltschaft ermittelt * Rund 30 Zeugen werden geladen.