ÖBB: Rund 440 neue Lehrplätze für Herbst 2005 angekündigt

 

GdE-Jugend: Bereits über 12.000 Unterschriften für Erhalt der ÖBB-Lehrplätze - Aktion läuft weiter

In Sachen Lehrlingsneuaufnahme bei den ÖBB hat es einen ersten Erfolg gegeben: Nachdem die Eisenbahnerjugend binnen kurzer Zeit über 12.000 Unterschriften für den Erhalt der ÖBB-Lehrlingsausbildung gesammelt hatte und auch das Interesse der Öffentlichkeit mit Protestaktionen in allen Bundesländern massiv geweckt werden konnte, hat der Verkehrsminister vergangene Woche nun die Neuaufnahme von rund 440 ÖBB-Lehrlingen ab Herbst 2005 bekannt gegeben.

Gewerkschaft nicht für "Lehrlinge zweiter Klasse"
Ein strittiger Punkt ist aber nach wie vor, ob alle neuen Lehrlinge einen ÖBB-Lehrvertrag erhalten werden oder ob einige - so die ursprünglichen Vorstellungen der Regierung für die Mehrheit der neuen ÖBB-Lehrlinge - doch nur "Taschengeld" - also deutlich weniger als üblich - bekommen sollen. 

Mit einer Internet-Unterschriftenaktion forderte die Eisenbahnerjugend bereits vor rund einem Monat von ÖBB-Vorstand und Bundesregierung neben dem Erhalt der Lehrplätze und dem Fortbestand der 12 ÖBB-Lehrwerkstätten auch die Weiterführung der ÖBB-Lehrlingsheime und der ÖBB-Berufsschule. Zudem sollen alle Lehrlinge auch eine Entschädigung laut Kollektivvertrag inklusive sämtlicher sozialer Rechte, die ein Lehrvertrag normalerweise enthält, erhalten.

Im ersten Halbjahr 2005 hat es noch so ausgesehen, als ob die ÖBB, die bisher jährlich 358 Lehrlinge ausgebildet haben, heuer nur mehr 54 neue Lehrlinge aufnehmen. Im Jahr 2008 wären durch diese Entwicklung um 1000 Lehrlinge weniger bei den ÖBB beschäftigt gewesen.

Jugendaktion läuft weiter
So lange nicht alle Unklarheiten bereinigt sind, läuft die Aktion der GdE-Jugend weiter: Unterstützungserklärungen für den Erhalt der ÖBB-Lehrplätze können im Internet noch unter www.oebb-leerwerkstaetten.at  abgegeben werden.