Bericht vom ORF

Jetzt auch grüne Lokführer-Gewerkschaft
In der Stadt Salzburg wurde Freitagnachmittag eine neue Eisenbahnergewerkschaft gegründet: die der Unabhängigen Lokführer, kurz ULV, unter der Schirmherrschaft der grünen Eisenbahner.

35 bei Gründungsversammlung
Die neue Gewerkschaft will bei der ÖBB-Betriebsratswahl im Juni österreichweit antreten und rekrutiert sich zum einem Teil aus einst roten Betriebsräten. Rund 35 Lokführer aus ganz Österreich sind zur Gründung in ein Lokal in der Salzburger Innenstadt gekommen.

Sprecher der neuen Lokführervertretung ist Hans Ahamer aus Wels. Er fordert von den ÖBB zum Beispiel länger vorausplanbare Urlaube, einen Beginn von Nachtschichten zwischen 23.00 und 3.00 nur "in Ausnahmefällen" oder Monatsabrechnungen von den Bundesbahnen bis zum zehnten jedes Monats.

Grüne Eisenbahner bei zwei Prozent
Die grünen Eisenbahner, Schirmherren der neuen Gewerkschaft, haben bei der letzten Betriebsratswahl der Eisenbahner zwei Prozent erreicht.

Gegen SPÖ-Dominanz in Gewerkschaft
Anton Hedenig von den grünen Eisenbahnern fürchtet, die SPÖ-dominierte Eisenbahnergewerkschaft werde die ÖBB-Mitarbeiter im Stich lassen.

Und wenn die SPÖ-Gewerkschafter kleine Fraktionen weiterhin so behindern würden wie jetzt, werde man das Betriebsratswahlergebnis im Juni gerichtlich anfechten, geben sich die grünen Eisenbahner und unabhängigen Lokführer kämpferisch.