Fahrpreiserhöhung zum 1. Juli liegt weit über Einkommensentwicklung

 

Unabhängige GewerkschafterInnen fordern Anpassung bzw. Senkung der öffentlichen Verkehrstarife

 

Die neuerliche Erhöhung der Fahrpreise für den öffentlichen Personenverkehr am 1. Juli steht im krassen Gegensatz zu den Einkommenssteigerungen der Erwerbstätigen in den letzten Jahren. Während die Einkommen in der Steiermark von 1994 bis 2005 um 25% gestiegen sind, steigert lt. Österreichischem Verbraucherindex der öffentliche Verkehr seine Preise um 41%. In der Verbundzone Graz/Graz-Umgebung beträgt die Steigerung von 1994 bis zur Tariferhöhung am 1. Juli 2005 sogar 50%. Die Tarifpolitik für den öffentlichen Verkehr steht damit im eklatanten Widerspruch zu den politischen Beteuerungen, alles für die Verbesserung der Luftqualität tun zu wollen. Die jährlichen über der Einkommenssteigerung liegenden Tariferhöhungen, bei gleichzeitiger Senkung des Streckenangebotes, vertreibt nicht nur bisherige Kundschaft sondern verhindert den Umstieg des Privatverkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel. Die Unabhängigen GewerkschafterInnen  fordern daher als ersten Schritt ein attraktives öffentliches Verkehrs-Konzept und die Anpassung der Tarife an die durchschnittliche Einkommensentwicklung. Darüber hinaus wären bei den zu erwartenden Benzinpreissteigerungen deutliche Senkungen der öffentlichen Verkehrstarife ein notwendiges Zeichen zur Umlenkung der Verkehrsströme vom Individual- auf den Öffentlichen Verkehr. Ilse Löwe-Vogl AK-Kammerrätin und Sprecherin der AUGE /UG - Steiermark