Ob Deutsche Bahn, oder Österreichische Bahn, - die Probleme sind anscheinend die selben!

Zurückhaltung bei Gewerkschaften vor Bahn-Tarifverhandlungen - Keine Pläne für Streiks nach Ablauf von Friedenspflicht

Berlin, 28. Februar (AFP) - Kurz vor der vermutlich entscheidenden Runde bei den Bahn-Tarifverhandlungen am Montagnachmittag haben sich die Gewerkschaften zurückhaltend über die Chancen auf eine rasche Einigung geäußert. "Wir hoffen auf mehr als Bewegung. Aber ob es zu einem Abschluss kommt, ist den Verhandlungen überlassen", sagte ein Sprecher der Bahn-Gewerkschaft Transnet in Berlin.

Zuversichtlicher zeigte sich die an den Gesprächen gleichfalls beteiligte Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL): "Wir sind sehr optimistisch", sagte ein Sprecher. Um Mitternacht läuft auch die Friedenspflicht aus, die den Gewerkschaften Streiks verbietet. Es gebe keine konkreten Planungen für einen Ausstand nach Ablauf der Frist, betonte Transnet.

Arbeitnehmervertreter von Transnet, GDL und der Verkehrsgewerkschaft GDBA verhandeln ab 16.00 Uhr in Berlin mit der Deutschen Bahn über Nachbesserungen an dem Beschäftigungspakt, auf den sich beide Seiten im Dezember geeinigt hatten.

In dem im Dezember beschlossenen Beschäftigungskompromiss schloss die Bahn betriebsbedingte Kündigungen bis 2010 aus. Im Gegenzug sollte unter  anderem die Arbeitszeit in einen Korridor von 35 bis 40 Stunden gesetzt werden. Für die 140.000 Bahn-Beschäftigten käme das einer Lohnkürzung gleich, da das Lohnniveau der derzeit geltenden 38-Stunden-Woche erst bei 40 Stunden erreicht wird. Allen Beschäftigten sollte außerdem ein Urlaubstag gestrichen werden.

In Umfragen hatten die Bahn-Mitarbeiter vor allem die Verlängerung der Arbeitszeit auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich abgelehnt, worauf die Gewerkschaften Nachbesserungen forderten. Thema der neuen Verhandlungen ist zudem die nächste Einkommensrunde. Transnet und GDBA schlossen eine Nullrunde im Vorfeld bereits aus, gehen aber nach eigenen Angaben ohne konkrete Forderungen für eine Lohnerhöhung in die Gespräche. Priorität habe die Beschäftigungssicherung, sagte der Transnet-Sprecher.

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