Nicht unter 100!
Über kurz oder lang werden sie wieder stattfinden. Die Verhandlungen über unsere so genannten Gehälter. Auch wenn die FSE wieder einmal die KollegInnenschaft vor vollendete Tatsachen stellen wird, ist es trotzdem oder gerade deswegen erforderlich, dass wir uns eigene Gedanken machen und eigene Vorstellungen entwickeln.
Der Bundesvorstand der Grünen und Unabhängigen EisenbahnerInnen hat in seiner letzten Sitzung die Frage der Gehaltsforderung diskutiert.
Unter Rücksichtnahme der bekannten Bedingungen lautet unsere Forderung: € 100,-- für jede/jeden
Warum einheitlicher Betrag?
Jeder prozentueller Abschluss bringt es mit sich, dass die Einkommensschere zwischen den unteren und den oberen Gehaltsgruppen immer weiter auseinander geht.
Die Teuerung und die darin enthaltenen Lebenshaltungskosten treffen die schwachen Einkommensbezieher ungleich mehr.
Die Belastungen der letzten Jahre wurden zum großen Teil auf dem Rücken des „kleinen“ Eisenbahners ausgetragen.
Warum €100?
Dieser Betrag setzt sich zusammen aus der prognostizierten Inflationsrate für das Jahr 2006 und der gestiegenen Produktivität innerhalb unseres Konzerns.
Von diesen €100,-- brutto bleiben im Durchschnitt netto sowieso nur € 50,-- und weniger übrig.
Zwar liest sich unsere Forderung beim ersten Hinsehen für den einen oder die andere etwas hoch an, doch darf man/frau einige Fakten nicht außer Acht lassen.
Die Lohnquote ist in Österreich seit Jahren rückläufig. Wir EisenbahnerInnen waren durch die mageren Abschlüsse der vergangenen Jahre ganz besonders davon betroffen. In so manchem Jahr wurde nicht einmal die Inflationsrate abgegolten. Sprich es kam zu Reallohnverlusten!
Unser Konzern konnte eine Produktivitätssteigerung erreichen, die letztendlich von uns allen mitgestaltet wurde.
Mittlerweile ist auch dem ÖGB aufgefallen, dass die bisher praktizierte „noble“ Zurückhaltung bei den Gehaltsverhandlungen den prophezeiten Arbeitsplatzgewinn nicht erreicht hat. Daher muss endlich Schluss sein mit der falsch verstandenen Bescheidenheit. Und darum
A hundata muass her!
Weitere Informationen unter: www.gruene-eisenbahner.at