"ÖBB-Gagenstriptease gerät zur Farce"
Kräuter: "ÖBB-Gagenstriptease
gerät zur Farce" Reithofer verschweigt entscheidende Details
Wien (SK) - SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter kritisiert den
"missglückten Gagenstriptease" der ÖBB-Vorstände als Farce und fordert von
Verkehrsminister Hubert Gorbach Aufklärung der Öffentlichkeit. Kräuter: "Völlig
verschwiegen werden die Bedingungen der Erfolgsprämien der Vorstände und
Geschäftsführer. Die
Zielvereinbarungen der Zusatzgehälter werden jeweils zu Jahresbeginn zwischen
dem Aufsichtsrat und den Vorstandsmitgliedern vereinbart. Die Frage, ob massiver
Personalabbau besonders honoriert wird, ist von entscheidender Bedeutung. Ich
fordere Minister Hubert Gorbach auf, bekannt zugeben, ob seine Forderung nach
Entlassung von 10.000 Bahnbediensteten bei Umsetzung durch das Management zu
Sonderprämien führt." ****
Weiters kritisiert Kräuter, dass die seiner Meinung nach "völlig unakzeptable"
348.000 Euro-Gage einer für die ÖBB-Immobilien mitverantwortlichen Bediensteten
nebst Dienstkarosse und weiteren Privilegien völlig unerwähnt blieb. "Die
Aufgabe wäre ohne weitere Probleme von einem Spitzenbeamten des Ministeriums zu
erledigen",
sagte Kräuter am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.
Abschließend informiert Kräuter, dass aufgrund der Kontrollblockade der ÖVP in
der Homepage-Causa eine Behandlung der ÖBB-Gagen im heutigen
Rechnungshofausschuss vertagt werden musste: "Ich fordere daher Verkehrsminister
Hubert Gorbach auf, sofort und vollständig die Öffentlichkeit über die Gehälter
der ÖBB-Chefetage zu informieren." (Schluss) wf/mp
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at
Gahr zu Kräuter:
Reverstaatlichungsvorschläge für ÖBB vollkommen kontraproduktiv SPÖ müsse
akzeptieren, dass ÖBB in wirtschaftliche Selbständigkeit entlassen wurde!
Wien, 25. November 2005 (ÖVP-PK) "Auch wenn es der SPÖ schwer fällt, man muss
akzeptieren, dass die ÖBB seit ihrer Reform in die wirtschaftliche
Selbständigkeit entlassen wurde und die Zeiten der politisch geführten
Staatsbahn vorbei sind", reagierte heute, Freitag, ÖVP-Rechnungshofsprecher
Abg.z.NR Hermann Gahr auf die
Forderung des SPÖ-Rechnungshofsprechers Günther Kräuter, die Politik solle sich
in die Gehaltsgestaltung des ÖBB-Managements einmischen.
"Der Vorschlag, das Ministerium mit der Verwaltung der ÖBB- Immobilien zu
betrauen zeugt doch nur vom vollkommenen wirtschaftlichen Missverständnis der
SPÖ. In allen fortschrittlichen Volkswirtschaften der Welt ist man zur
Erkenntnis gekommen, dass der Staat ein schlechter Wirtschafter ist und man
dieses Geschäft daher besser selbständig agierenden Unternehmen überlässt",
erteilt der ÖVP-Rechnungshofsprecher derartigen Vorschlägen eine klare Abfuhr.
"Die ÖBB sind heute in
Aktiengesellschaften organisiert, die Weisungs ungebunden agieren und einen
Aufsichtsrat haben, der die wirtschaftliche Gebarung seiner Vorstände auf ihre
Sinnhaftigkeit hin überprüft und genehmigt. Diesen Weg haben die ÖBB nun
beschritten, um sich aus den Jahrzehnte langen wirtschaftlichen Versäumnissen,
die unter
SPÖ-Verkehrsministern begannen wurden zu befreien. Politische Ratschläge nach
einer Reverstaatlichung sind daher kontraproduktiv", so Gahr abschließend ****
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at