Verhandlungen über neue Kollektivverträge für alle Eisenbahnunternehmen

Seit Frühjahr heurigen Jahres gab es zwei Verhandlungsrunden zwischen Gewerkschaft und Wirtschaftskammer Österreich zum Thema Kollektivverträge für Eisenbahnunternehmen.

Diese Sitzungen waren notwendig, weil nach den Wirtschaftskammerwahlen eine neue Zusammensetzung des Fachverbandes für Schienenbahnen erfolgte. Ab September gehen die Verhandlungen in die entscheidende Phase.

Verhandelt wird über notwendige Anpassungen im:

Kollektivvertrag zur Regelung der Arbeitszeit für Mitarbeiter der ÖBB (AZ-KV)

und Änderungen der Dienst und Besoldungsordnung der österreichischen Privatbahnen (DBO). Im AZ-KV sollen die aus der Erfahrung der letzten sechs Monate und der laufenden Evaluierung gewonnenen Erkenntnisse berücksichtigt werden. In der DBO - dem Kollektivvertrag für alle Eisenbahnunternehmen - welcher auch für Neuaufnahmen bei den meisten ÖBB-Konzernfirmen zur Anwendung kommt, ist es notwendig die bei den Eisenbahnunternehmen neu entstandenen Berufsbilder zu definieren und ein zeitgemäßes Entlohnungsschema zu schaffen. Die Kollektivvertragsverhandlungen erfolgen unter intensiver Einbindung der Betriebsräte um sicherzustellen, dass die Erfahrungen aus der Praxis in den Kollektivvertrag Eingang finden. Alle Mitglieder sind ebenfalls herzlich eingeladen, Vorschläge bei ihren Betriebsratsorganisationen einzubringen.