Der lange Weg…
…von der Sandkiste in Ybbs über Moskauer
Flughafenboden bis hin zur verlängerten Wirbelsäule der ÖVP.
Oder
Gusenbauers Weg zur Macht.
Nun haben wir sie also, unsere
Bundesregierung. Das Wahlergebnis vom 1. Oktober 06 habe keine andere
Regierungsform zugelassen, so der Tenor der beiden Regierungsparteien.
Aber, so der oberösterreichische SPÖ-Parteichef Haider, Alfred Gusenbauer habe
auf eine große Koalition bestanden. Und: Gusenbauer wollte unbedingt
Bundeskanzler werden. So hat der SPÖ-Chef sein Ziel erreicht. Dumm nur, seine
Partei war bei diesem Zieleinlauf leider nicht dabei. Die Wählerinnen und Wähler
der SPÖ müssen zur Kenntnis nehmen: Sie wurden mit Wahlversprechen geködert, die
nun wenige Monate nach der Wahl nicht einmal das Papier wert sind, auf denen sie
verteilt wurden.
Was wollte der Alfred Gusenbauer nicht alles verändern, was nicht alles
verbessern. Herausgekommen sind weitere Belastungen. Belastungen die wir zu
tragen haben werden. Der designierte ÖGB Chef Hundstorfer ist zwar auch nicht so
glücklich über das Ergebnis, aber was soll man da schon machen? Aussichten auf
einen kämpferischen OGB entstehen durch solche Statements mit Sicherheit nicht!
Eher werden da schon Erinnerungen wach an jene Zeiten, da die ÖGB-Spitze alles
zu verteidigen wusste, was die SPÖ verbrochen hatte. In den sozialdemokratischen
Köpfen ist also alles beim Alten geblieben. Auch eine Art einer verlässlichen
Konstante!
Viele werden jetzt aber ausrufen „aber unser Willi sitzt jetzt im Parlament, er
wird sich für uns schon entsprechend einsetzen“.
Wird er? Kann er? DARF er???
Machen wir uns doch nichts vor, der Sozialdemokratie gehen wir EisenbahnerInnen doch am Allerwertesten vorbei. Wobei wir wieder bei Alfred Gusenbauer angelangt sind….
