ÖBB - Prozess um Abfertigung für Ex-Chef Huber vertagt
Utl.: Nächster Verhandlungstermin am 25. Mai
Wien (APA) - Der Prozess, mit dem Ex-ÖBB-Chef
Martin Huber von seinem früheren Arbeitgeber die Auszahlung seiner Abfertigung
erzwingen will, ist auf den 25. März vertagt worden. Bei einem
Verhandlungstermin am Montag hat die Richterin Elfriede Dworak den beiden
Streitparteien nahegelegt, sich zu vergleichen, berichten Zeitungen in ihren
Dienstagausgaben.
Wie berichtet hat Huber die Ausbezahlung von 837.000 Euro für eine
Konsulententätigkeit eingeklagt, mit der die die Restlaufzeit von Hubers
Vertrags abgegolten bzw. eine Art Abfertigung ausbezahlt werden sollte. Die ÖBB
hat Zahlungen bisher u.a. mit der Begründung verweigert, Huber habe
Managementfehler gemacht.
Hubers Klage richtet sich nicht nur gegen die ÖBB, sondern auch gegen deren
Aufsichtsratschef Horst Pöchhacker, der zusammen mit seinem Stellvertreter
Eduard Saxinger den Konsulentenvertrag mit Huber unterschrieben hat (ohne
formellen Beschluss des Aufsichtsratspräsidiums).
Huber sagte in der Verhandlung, er habe Pöchhacker, der sein Chef und bzw.
Vorstandskollege in der Porr gewesen war, vertraut, wie das "WirtschaftsBlatt"
schreibt. Die Abfertigung/der Konsulentenvertrag für Huber war nach dem
bekanntwerden politisch schwer unter Beschuss gekommen.
Den Wert der verbleibenden Restlaufzeit seines Vorstandsvertrags bis Ende
Oktober bezifferte Huber mit 340.000 Euro. Der zweite große Teil der Abfertigung
von 357.000 Euro war als Erfolgsprämie für die (katastrophal schief gegangenen)
Finanzgeschäfte mit der Deutschen Bank konzipiert. Nach Darstellung des
Ex-ÖBB-Managers handelt es sich dabei aber um einen vereinbarten Bonus für das
Geschäftsjahr 2007, der ihm aus politischen Gründen verwehrt worden sei. Die
erste Rate im Konsulentenvertrag wäre im Mai 2008 - zwei Monate nach seinem
Abgang - fällig geworden,
Am 25. Mai soll weiterverhandelt werden.
(Schluss) mer/stf