Buchpräsentation von einem Kollegen von "UNS" - Wolfgang Stadler

"... Juristisch bin ich nicht zu fassen."
(Die Verfahren des Volksgerichts Wien gegen Richter und Staatsanwälte 1945-1955)

Zeit:
Dienstag, 20. 11. 2007, 18.00 Uhr

Ort:
Veranstaltungsraum Ausstellung
Dokumentationsarchiv, Altes Rathaus,
Wipplingerstr. 6-8, 1010 Wien, (Eingang im Hof)

 

Begrüßung
Univ.-Doz. Dr. Brigitte Bailer, wissenschaftliche Leiterin des DÖW

Zur Publikation
Hon.-Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer,
Dr. Wolfgang Stadler

Diskussion
Der NS-Justiz kam zwar nur eine untergeordnete Rolle im Räderwerk des NS-Terrors zu, aber die mindestens 32.000 Todesurteile, die auf ihr Konto gingen, verlangten nach Sühne. In den Jahren 1945-1955 führte das Volksgericht Wien Strafverfahren gegen mindestens 52 Richter und Staatsanwälte durch, die weitaus meisten allerdings nicht wegen deren beruflicher Tätigkeit im Dienst des "Dritten Reichs", sondern wegen Hochverrats im Sinn des NS-Verbotsgesetzes begangen durch Mitgliedschaft in der NSDAP oder ihren Wehrverbänden 1933-1938. Nur gegen drei von insgesamt neun verurteilten Justizjuristen wurden die Urteile nicht wieder aufgehoben. Der große Teil der beschuldigten Richter und Staatsanwälte dagegen wurde rehabilitiert und in die österreichische Justiz übernommen.

Mag. phil. Dr. iur. Wolfgang Stadler geb. 1962 in Linz, Studium der Geschichte und Rechtswissenschaft in Wien, arbeitet als Jurist bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Herbert-Steiner-Preis 2005.

Lieber Wolfgang, "WIR GRATULIEREN" dir!